Aus der Forschung lernen!

„Wo Gewalt angewandt wird, da wird Gewalt geweckt“, sagte einmal der deutsche Philosoph und Psychiater Karl Jaspers und verwies damit auf ein zentrales Problem in der Behandlung von partnerschaftlicher Gewalt: Wie verhindert man die Übertragung gewaltorienterter Verhaltensmuster in die nächste Generation?

Forschungsergebnisse belegen seit langem, dass gewalttätig verlaufende Konflikte mit Eltern und Geschwistern oftmals zu einem Muster der Wiederholung führen. Und zwar dann, wenn die Kinder das sie Belastende als inneren Widerspruch in sich begraben mussten. Sei es episodischer Art oder ein Muster, das die Beziehung zu den Eltern weitgehend durch Gewalt und mangelnde Einfühlung prägte. Erkenntnisse darüber sind in enger Verbindung von Forschung und Praxis in den vergangenen zwei Jahrzehnten vornehmlich in der englischsprachigen Forschung erarbeitet worden. Im Fokus dieser Forschung stehen auch Behandlungsansätze für den Umgang mit den komplexen Ursachen von gewalttätig verlaufenden Partnerschafen.


In Vorträgen, Diskussions- und Supervisionsgruppen mit namhaften Wissenschaftlern aus Deutschland, den USA, Israel und Großbritannien haben Sie die Möglichkeit, den Nutzen dieser Erkenntnisse für Ihre beratende und/oder therapeutische Praxis herauszufinden.


Verbringen Sie drei anregende und erkenntnisreiche Tage in entspannter Atmosphäre auf dem weitläufigen Westend Campus der Goethe-Universität mitten im herrlichen Grüneburgpark in Frankfurt am Main. Für Ihr leibliches Wohl und etwas Abwechslung sorgen wir!

Zielpublikum

Die Veranstaltung richtet sich an:

  • Mitarbeiter aller Träger der Familien- und Paarberatung und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Allgemeinmediziner
  • Psychotherapeuten
  • Psychologen
  • Berater
  • Lehrer
  • und andere einschlägige Berufe.

Vortragsthemen

Die Kongresssprache ist Deutsch. Englischsprachige Vorträge werden simultan übersetzt.

  • Partnergewalt: Geschlecht, Risiko und die Rolle des dyadischen Prozesses
  • Die Erfahrungen männlicher Opfer von partnerschaftlicher Gewalt mit Scham
  • Kontrollierendes Verhalten in Paarbeziehungen – ein Risikofaktor
  • Ansatzpunkte für die Prävention aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht
  • Trauma, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und interpersonelle Gewalt
  • Unterscheidung zwischen verschiedenen Paartypen, die mit Gewalt leben
  • Kann es eine universale Antwort auf partnerschaftliche Gewalt geben?

Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer beantragt worden.

Gemäß § 8 (1) und (3) der Fortbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen vom 01.11.2014 sowie den Empfehlungen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Fortbildung in ihrer jeweils gültigen Fassung erklären der Veranstalter, die wissenschaftliche Leitung sowie die Referenten, dass die Fortbildungsinhalte dieser Veranstaltung frei von wirtschaftlichen Interessen, produkt- und/oder dienstleistungsneutral gestaltet sind und keinerlei Interessenkonflikte bestehen.

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